Was wir machen

Am Lehrstuhl für Sozialethik und Praktische Theologie beschäftigen wir uns mit Fragen aus dem gesamten Bereich der Theologischen Ethik: Was ist eine gerechte Gesellschaft? Wie können Menschen auch in Zukunft zusammenleben, damit möglichst alle beteiligt werden und ihre Vorstellung von einem gelingenden Leben verwirklichen können? Das sind sozialethische Kernfragen, die sich mit der Gestaltung gesellschaftlicher Institutionen und Verfahren beschäftigen. Auf einer weiteren Ebene fragen wir danach, wie man z. B. mit ethischen Herausforderungen am Anfang und Ende des Lebens umgehen soll, etwa mit diagnostischen und manipulativen Verfahren am Embryo (PID/PND) oder der Begleitung sterbender Menschen angesichts immer leistungsfähigerer Medizin. Im Umfeld der Praktischen Theologie steht das den Menschen hilfreich zugewandte Handeln der Kirche in einer sich rasant verändernden Gesellschaft im Zentrum.

Als theologische Disziplinen, stellen wir unsere Fragen und suchen unsere Antworten vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens und Menschenbildes. Voraussetzung für überzeugende wissenschaftliche Arbeit im Hinblick auf eine vernunftgeleitete, intersubjektive Begründung konkreter Handlungsorientierung, ist die Sachkompetenz in den Anwendungsbereichen der Ethik und Praktischen Theologie. Deshalb setzen wir uns u. a. mit philosophischen, wirtschafts-, politik- und sozialwissenschaftlichen, medizinischen, psychologischen und naturwissenschaftlichen Theorien und den entsprechenden empirischen Befunden auseinander. Hier drückt sich unsere interdisziplinäre Haltung aus, die wir weit über die Universität des Saarlandes hinaus pflegen.

Unser besonderes Forschungsinteresse liegt in der Politischen Ethik, und mit ihr eng verbunden, auch der Wirtschaftsethik. Hier verfolgen wir einen mehr gesellschaftsvertragstheoretischen Ansatz. Wir denken, dass sich legitime Pluralität, verstanden als Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe, zu der auch Religion und Religiosität gehören, auf eine verlässliche und freiheitliche Verfassungsstaatlichkeit gründen muss. Da sich der freiheitliche Verfassungsstaat und eine lebendige Demokratie nicht selbstverständlich in der Generationenfolge reproduzieren, müssen in jeder Generation Aneignungsleistungen erbracht werden. Die auch theologisch zentralen Motive der Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit schärfen dabei unseren Blick. Die gleichen Motive leiten uns in der Medizin- und Forschungsethik.

Wir bieten interessante Themenvielfalt, wissenschaftliche Aktualität, berufsfeldorientierte Praxisnähe, persönliche Betreuung und Begleitung in Lehramts-, BA- und kooperativen MA-Studiengängen bis hin zu Promotion (Dr. phil.) und Habilitation. Anderen Institutionen innerhalb und außerhalb der Universität stehen wir als Kooperationspartner und Berater gerne zur Verfügung.

Bereitschaft, interdisziplinär zu arbeiten, Offenheit für kritische Fragen und neue Ideen, Mitarbeit und Mitdenken und sehr gerne auch die tägliche Lektüre einer überregionalen (Online)Qualitätszeitung.

Kooperationen

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